Förderung an „Prinz Heinrich“ übergeben
22. Juni 2026
Kuratorium der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen tagt auf dem historischen Dampfschiff
Oldenburg/Leer, 22.06.2026. Das Kuratorium der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen (SMNW) traf sich zu seiner Ordentlichen Jahresversammlung auf dem historischen Dampfschiff „Prinz Heinrich“ an der Wilhelm-Klopp-Promenade in Leer.
Das Dampfschiff „Prinz Heinrich“ ist ein nationales Kulturdenkmal. Es lief 1909 bei der MEYER WERFT in Papenburg vom Stapel und fuhr als Post- und Passagierdampfer zwischen Emden und Borkum.
Im Jahr 2003 drohte dem heruntergekommenen Schiff die Verschrottung. Das rief einige Leeraner auf den Plan: Sie ließen das Wrack nach Leer schleppen, gründeten einen Verein zur Restaurierung des Dampfers und machten sich ans Werk. Dabei fanden sie viel Unterstützung, trotzdem dauerte es 13 Jahre und über 60.000 Arbeitsstunden, den alten Dampfer in neuer Schönheit auferstehen zu lassen.
Dabei half die Anerkennung zunächst als regionales Denkmal. 2013 wurde der Dampfer von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz als „nationales Kulturdenkmal“ unter Schutz gestellt. In der derzeitigen repräsentativen Dampfschiffwelt ist die „Prinz Heinrich“ heute ein fester Bestandteil. Sie unternimmt Fahrten z. B. nach Borkum und Papenburg und zu Dampfschifftreffen. Auch wird sie gern für Geschäfts- und Familienfeiern genutzt.
Alle Arbeiten an Bord geschehen ehrenamtlich. An der „Prinz Heinrich“ sowie an Dampf- und Traditionsschiffen Interessierte unterstützen den Erhalt des Denkmals durch ihre Mitgliedschaft im Förderverein oder durch gelegentliche Spenden.
2024 wurde festgestellt, dass das Holzdeck an verschiedenen Stellen erheblichen Schaden erlitten hat: Das Deck aus Oregon Pinie, das vor zehn Jahren mit einer Gesamtfläche von 250 Quadratmetern von einer Fachfirma verlegt worden ist, war an vielen Stellen von einem Pilz befallen und sehr marode, so dass die Sicherheit der Passagiere und Mannschaft nicht gewährleistet werden konnte.
Der für eine komplette Reparatur benötigte Betrag überstieg die finanziellen Möglichkeiten des Trägervereins in erheblichem Maße, auch wenn viele Arbeiten in Eigenleistung erbracht werden konnten.
Um das Schiffsdenkmal für die Öffentlichkeit und den Verein zu erhalten, war der Dampfer dringend auf Fördergelder und finanzielle Unterstützung angewiesen.
So hat auch die Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen (SMNW) mit einer Fördersumme in Höhe von 5.000,00 Euro zum Erhalt dieses Schiffsdenkmals und für die Reparatur der Decksbeplankung beigetragen.
In Rahmen der Kuratoriumssitzung übergaben Folkmar Ukena (3. von links), Vorsitzender der Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen (SMNW), und Verena Albrecht (Mitte), geschäftsführendes Vorstandsmitglied, an Paul Kluge, den 1. Vorsitzenden des Traditionsschiff „Prinz Heinrich“ e.V., einen symbolischen Scheck. Das Kuratorium war vertreten durch (von rechts): Carlo Graepel, Jürgen Lehmann, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums, und Lutz Oelsner.
Bild: Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen
