„Der Motor der stetigen Verbesserung“
21. April 2026
Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen verleiht eigenen Innovationspreis
Oldenburg/Nordwesten, 21.04.2026. Erstmalig verlieh die Stiftung der Metallindustrie im Nord-Westen (SMNW) den „InnoMeter“, den Innovationspreis für die besten und innovativsten Verbesserungsvorschläge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Erster Gewinner des „InnoMeter“ ist ein Projekt der Airbus Aerostructures GmbH aus Varel. Folkmar Ukena, Vorsitzender der Stiftung, übergab den Preis gestern in den Räumen der Emder Werft und Dock GmbH in Emden. Der 1. Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.
Folkmar Ukena erläuterte die Idee, die hinter dem „InnoMeter“ steckt: „Wir zeichnen innovative Vorschläge von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus, die zur Verbesserung von Prozessen, Produkten, und Dienstleistungen geführt haben. Dabei waren wir uns von Anfang an einig: Jede Idee zählt, mag sie auf den ersten Blick auch noch so einfach sein. Wichtig bei der Entscheidung war der Jury vor allem, dass es sich bei den Verbesserungen nicht um das ‚Tagesgeschäft‘ handelt, sondern um Innovationen außerhalb des ‚daily business‘.“
Ausgezeichnet mit dem „InnoMeter“ wurde das Projekt „ScanIT“ von Airbus Aerostructures. Es reduziert den Verbrauch von Dichtmitteln und Lacken und verringert die Menge des Abfalls. Durch die Idee eines Mitarbeiters zur Entwicklung einer digitalisierten App, „ScanIT“, die jedem Mitarbeiter auf dem Diensthandy zugänglich ist und in der jeder Mitarbeiter seine Gefahrstoffentnahmen, also Menge, Datum, Haltbarkeit und Einsatzort, selber buchen kann, konnten der Abfall um fast 90 Prozent und der Gesamtverbrauch an Lacken und Dichtmitteln um 30 Prozent reduziert werden.
Folkmar Ukena gratulierte den Gewinnern und erklärte: „Einfache Innovationen sind der Motor der stetigen Verbesserung, der ein Unternehmen widerstandsfähiger gegenüber Krisen macht und langfristig wettbewerbsfähig hält.“
Den mit 2.000 Euro honorierten zweiten Platz belegte ein Vorschlag der Labom Mess- und Regeltechnik GmbH aus Hude. Mit dem eingereichten Projekt „REconnect Schnellkupplung“ können Druckmittlersysteme leckagefrei getrennt und verbunden werden.
Den dritten Platz belegten ein Team der Broetje-Automation GmbH aus Rastede und ein Team der Airbus Aerostructures GmbH aus Varel. Sie bekamen jeweils 1.000 Euro. Das Team von Brotje-Automation hat einen abteilungsübergreifend einsetzbaren Prozess aufgebaut, der sicherstellt, dass das Erfahrungswissen ausscheidender Mitarbeiter rechtzeitig identifiziert, dokumentiert und effektiv an die Nachfolge weitergegeben wird. Der „Notfall-Leckagewagen“ von Airbus Aerostructures löst ein universelles Industrieproblem durch kluge Organisation. Er bündelt alle Komponenten zur Leckage-Beseitigung und verkürzt massiv die Reaktionszeit.
Vorsitzender Folkmar Ukena (1. von links) und Verena Albrecht (1. von rechts) gratulierten den Preisträgern (von links): Hans-Jürgen Rathkamp, Labom, Uwe Rowold, Airbus Aerostructures, Tarek Bolting, Broetje-Automation, Dominik Tacke, Mala Geisthardt und Sven Köhler, alle Airbus Aerostructures. Bild: Stiftung
